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Die Wehr |
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Spielmannszug |
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Gemäß einer Prozessionsordnung aus dem Jahre 1763 müssen schon zur damaligen Zeit Trommler "zur Marschunterstützung" mitgewirkt haben. Seit 1894 kann man in den alten Kassenbüchern der Wehr über Käufe bzw. Reparaturen von Trommel, Trommelfellen oder -Schlegeln nachlesen. Gleichwohl gab es bis zum Anfang des 20.Jahrhunderts nur wenige Trommler in der Wehr. Im Jahr 1924, das zugleich als "offizielles Gründungsjahr" gilt, wurde zum damals mit je 4 Trommlern und Flötern zusammengestellt. Seit dieser Zeit gehört der Spielmannszug ohne Unterbrechung "zum lebenden Inventar" der Bürgerwehr Amtzell. Um 1934 bestand der Spielmannszug aus ca. 13-15 Mitgliedern, in den Kriegsjahren gab es - da fast alle Männer im wehrfähigen Alter eingezogen wurden - eine deutliche personelle Schwächung, die sich auch in den ersten Nachkriegsjahren fortsetzte. Danach aber, unter der Amtszeit verschiedener Stabführer, wuchs das Interesse an klingenden Spiel stetig und so wurde beispielsweise im Jahr 1968 eine Mannschaftsstärke von 21 Mann erreicht. Dabei wurde auch im Instrumentenbereich nach und nach richtig investiert - neue, verschiedene Flöten, Lyren, Hörner und ein Schellenbaum wurden angeschafft. Damit war di Grundlage für eine vielseitige und bunt gemischte Musik geschaffen. Durch konsequente Ausbildung des Nachwuchses mittels eigener ehrenamtlicher Aktiver konnte eine musikalische Leistungsfähigkeit auf sehr gutem Niveau erreicht werden, was die Ergebnisse bzw. die Bewertungen bei Kritikspielen und sonstigen Anlässen belegen. Heute besteht die Besetzung aus insgesamt rd. 35 Männern nach wie vor sind getreu der Satzung der Wehr keine Mädchen bzw. Frauen integriert- die an Schellenbaum, 8 Marschtrommeln, 4 Lyren, großer Trommel/Becken und 20 Flöten (in Sopran/Alt und Tenor) tätig und von der Fasnet über Kirchenfeste, weltliche Festtage, Landestreffen, Geburtstagsständchen und vielen sonstigen Anlässen aktiv sind.
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Justinigrenadiere |
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Im Zusammenhang mit der bereits erwähnten Relliquienübertragung des Hl. Justinus nach Amtzell im Jahre 1750 wurden die Justinigrenadiere als Ehrengarde im Jahr 1774 urkundlich erwähnt. Unter dem Schutz des Blutfreitags in Weingarten hatten sich die Justinigrenadiere über die schwierigen Jahre um 1800 bis 1850 fort erhalten. Sie durften aber lediglich ihre Heiligblut- Standarte behalten - Waffen oder eigene Fahne blieben verboten. Bis heute sind die Justinigrenadiere der katholischen Kirchengemeinde unterstellt, deren jeweiliger Ortsgeistlicher zugleich ihr "Chef" ist. So steht es auch in der Satzung der Wehr, der sich die kirchliche Garde im Jahr 1974 anschloss, um als Abteilung der Bürgerwehr im Vereinsregister eingetragen zu sein. Das Ausrücken der Justinigrenadiere erfolgte früher hauptsächlich zu kirchlichen Hochfesten, vor allem am Justinifest, welches jedes Jahr am Pfingstmontag gefeiert wird. Seit dem Beitritt zur Bürgerwehr wird aber zusätzlich auch an weltlichen Fest- und Feiertagen teilgenommen. Zur Zeit stehen 10 Gewehrträger, die 3köpfige Fahnenabordnung und der Hauptmann in den Reihen der Justinigrenadiere.
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